Finale 2011

Ranshofens Abwehr eine Bank: Gurten biss sich die Zähne aus

Landesliga-Vizemeister Ranshofen holte sich mit einem "Traumtor" von Adnan Kudic den Sieg beim 27. Innvierler Fußballcup-Finale.

Bereits 1999 trafen der ATSV Ranshofen und die Union Gurten im Finale aufeinander. Auch damals gingen die Ranshofner als Sieger vom Platz. Das Finalspiel begannen beide Teams sehr vorsichtig. Erst in der 14.Minute gab der Ranshofner Patrick Hubner einen ersten "Warnschuss" Richtung Gurtner Tor ab. In der 20.Minute dann glück für Ranshofen. Ein scharfer Kopfball wird auf der Linie "geklärt". Die zweite Gurtner Chance folgt in der 26.Minute: Matthias Steinhofer spielt einen weiten Pass auf Klaus Zweimüller. Der schnelle Gurtner bringt den Ball ideal zur Mitte auf Daniel Reisinger. Sein Torschuss wird allerdings mit vereinten Kräften gerade noch abgeblockt. Beide Abwehrreihen sind in der ersten Hälfte sehr dominant und lassen kaum einmal eine Torchance zu.


Zwei Minuten nach der Halbzeit landet ein Gewaltschuss des Ranshofners Adnan Kudic am Gurtner Lattenkreuz. Beide Teams erhöhen nun das Tempo und suchen die Entscheidung. In der 35. Minute geht ein Knaller von Klaus Zweimüller ebenfalls nur knapp am Kreuzeck vorbei. Vier Minuten später ist wieder Ranshofen am Zug. Patrick Hubner verfehlt nur ganz knapp.


Die wohl strittigste Szene des Finalspiels folgt dann in der 47.Minute. Der Gurtner Florian Penninger startet nach einem tollen Pass von Martin Feichtinger in Richtung Strafraum. Ranshofens Kapitän Christian Treiblmair wehrt am Boden liegend den Ball mit der Hand gerade noch ab. Er hat in dieser Szene Glück. Die Gurtner fordern vehement den Ausschluss des Ranshofners, Scheidsrichter Johannes Kohlmann gibt ihm allerdings nur die Gelbe Karte.
Als ein Großteil der Zuschauer sich schon auf ein weiteres Elfmeterschießen einstellte, gelang Ranshofen in der 51.Minute doch noch die Entscheidung in der regulären Spielzeit. Ein toller Schuss von Adnan Kudic aus mehr als 20 Meter landet unhaltbar für Gurtens Torhüter Markus Poringer genau im Kreuzeck.


Gurten versuchte zwar noch bis zum Schluss, den Ausgleich zu erzielen, allerdings gab es keine wirklichen großen Chancen mehr. Die Ranshofner Abwehr war an diesem Tag nicht zu knacken. Außerdem war Gurten am Finaltag nicht so spritzig und spielstark wie in den vorhergehenden Cuprunden.
Fazit: Wer in zwei Stunden Spielzeit kein Tor erzielt, kann auch nicht Innviertlercup-Sieger werden.

Union Gurten - ATSV Ranshofen  0:1 (0:0)
Tor: Adnan Kudic (52.); Schiedsrichter: Johannes Kohlmann; 600 Zuschauer


Kader Union Gurten: Markus Poringer, Josef Feichtinger, Dominik Trummer, Florian Penninger, Martin Feichtinger, Daniel Reisinger, Franz Kallinger, Paul Raschhofer, Nikolaus Zweimüller, Stefan Kronberger, Steinhofer Matthias. Ersatz: Martin Daxberger, Fabian Wimleitner, Volker Salletmayr, Matthias Siegesleithner, Maximilan Zechmeister-Reischauer.


Kader ATSV Ranshofen: Alexander Mak, Philipp Penninger, Berhard Lindner, Thomas Schneider, Christian Treiblmair, Johann Dürager, Adnan Kudic, Gerald Hainzl, Mirza Kujovic, Patrick Hubner, Maximilian Allstorfer. Ersatz: Markus Hasenöhrl, Manuel Piechl, Nisar Zidi, Maximilian Gurtner, Achim Kreilinger

 

SPIEL um PLATZ 3: FC Andorf braucht zu viele Chancen

Eine Bereicherung am Finaltag war Bezirksligist FC Andorf, der durch seine "freche" Spielweise viel Sympathien erntete.
Mit einem Paukenschlag begann das kleine Finale zwischen dem FC Braunau und Andorf. Nach einem Traumpass von Daniel Trauner zieht Johannes Fritz auf und davon und erzielt bereits nach zwei Minuten die Braunauer Führung. Bezirksligist Andorf steckt die frühe Führung allerdings schnell weg. Bereits in der 16.Minute vergibt Niklas Klaffenböck eine 100prozentige Chance zum Ausgleich. Drei Minuten später wehrt Braunaus Goalie Albin Eitlmair einen Schuss von Laszlo Somogy mit der Fußspitze ab. Zwei Minuten nach der Halbzeit gibt es Elfmeter für Andorf. Mario Illibauer tritt an und verwandelt souverän zum Ausgleich. Der Andorfer Kapitän ist auch der auffälligste Kicke seiner Mannsxchaft. Er zieht im Mittelfeld gekonnt die Fäden und ist bei fast allen gefährlichen Angriffen des FCA beteiligt.


Die Andorfer Freude währt allerdings nicht lange: Bereits zwei Minuten nach dem Ausgleich bekommt der FC Braunau ebenfalls einen Elfmeter zugesprochen. Johannes Fritz lässt sich diese Chance nicht entgehen und erhöht sein Torkonto auf neun Volltreffer. Nun kommt auch noch Farbe ins Spiel. Schiedsrichter Loher stellt den Braunauer Adrian Kvesic in der 36. Minute nach einem Foulspiel vom Platz. Drei Minuten später dann die endgültige Entscheidung: Michael Rothböck erzielt mit einem herrlichen Kopfballtor das alles entscheidende 3:1.
Fazit: Andorf ist auf dem Feld ebenbürtig und spielt gut mit. Vor dem Tor ist allerdings der Klassenunterschied zu merken.

FC Andorf - FC Braunau  1:3 (0:1)
Tore: Mario Illibauer (33., Elfer); Johannes Fritz (3., 35., Elfer), Michael Rothböck (40.).
Rote Karte: Kevin Weipoltshammer, Braunau (37., Foul).
Schiedsrichter: Gerhard Loher.

 

Berichte: OÖ Nachrichten
Fotos: foto-rsc.at

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